M

33   51   60   64   74   82
99   101   108   109

IC

342   983   1291

UGC

3374   7085A   1810   11638
11503   11707   11871   11841
11973   12667

M 99 — Virgo Pinwheel
Coma Berenices

Als ein Mitglied im Virgo Galaxienhaufen ist M99 (NGC4254) Einflüssen unterworfen, die eine Feldgalaxie nicht erfährt. In einem aktuellen Artikel untersuchten Y.Sofue et al. (2003PASJ,55) mittels hochaufgelöster interferometrischen Aufnahmen die CO-Emissionsbereiche im Zentrum von M99. Die Aufnahmen wurde im mm-Radiobereich gemacht und waren Teil eines Surveys, der mehrere Virgo Spiralen einschloss. Das gemessene CO-Geschwindigkeitsfeld zeigt einen starken Anstieg zum Zentrum und verweist im Rahmen der Messgenauigkeit auf einen massiven Zentralbereich mit 80pc Durchmesser. Die CO-Emissionskarte zeigt ausserdem mehrere, sehr schön entwickelte Spiralarme, die an einem balkenförmigen Innenbereich ansetzen. Neben den bisymmetrischen Spiralarmen ist ein zusätzlicher asymmetrischer Spiralarm zu sehen, dessen Molekulargasdichte deutlich grösser ist als die in den anderen, ungestörten Spiralarmen. Die CO-Arme verlaufen fast deckungsgleich mit den visuellen Spiralarmen, insbesondere sind die HII Regionen gut mit kompakten CO-Emissionsregionen assoziiert. Die inneren asymmetrischen Spiralstrukturen lassen sich in hydrodynamischen Simulationen durch "ram-pressure distortion", d.h. durch Schockfronten erklären, die das Intra-Cluster Gas im Virgohaufen auf M99 ausübt. Neben diesem störendenden Cluster-Einfluss wirkt noch eine andere, lokale Art einer Störung, es ist die Gezeitenwirkung mit einer Nachbargalaxie, auf die die Enstehung des asymmetrischen Spiralarms zurückzuführen ist.

Modifiziertes C11 f/7.2, ST10-XME AO7
L:100min, störendes Mondlicht
M 99