NGC

71   266   404   672   669   691
828   891   925

1023   1024   1058   1550   1161
1569   1589   1614   1875   1961

2146   2274   2366   2403   2444
2532   2535   2537   2672   2683
2685   2768   2832   2841   2857
2859

3079   3162   3198   3227   3239
3310   3367   3395   3432   3448
3593   3631   3656   3705   3718
3769

NGC 1058
Perseus

An dieser Stelle habe ich schon einige Male über Aktive Galaxien (AGNs) berichtet. Das Hauptkriterium der AGns ist ihre erhöhte Leuchtkraft über das gesamte EM-Spektrum, was insbesondere im Röntgen- und Radiolicht diese Klasse in vielfältiger Art uns Weise auffällig macht. Interessant ist aber auch ein rein optischer Vergleich von bekannten AGNs und normalen Galaxien. In einer Studie von 2002 haben E.M.Xilouris und I.E.Papadakis (AA,387) die Morphologie der Zentralregion eines AGN- und eines Vergleichs-Samples näher untersucht. Hierzu benutzten Sie WFPC2/HST Aufnahmen und passten an die leicht geglättete, zentrale Helligkeitsverteilung eine elliptische Verteilungsfunktion an. Das Bild der Galaxie wurde nun durch diese Verteilung dividiert, um feine morphologische Strukturen nahe des Kerns herauszuarbeiten. Diese Methode erinnert an die Unscharfmaskierung, die auch von vielen Amateurastronomen zur Bildbearbeitung eingesetzt wird, mit dem Unterschied, dass das Nullniveau hier bei 1 liegt und sich besser für Vergleichszwecke eignet.

Alle AGNs zeigen Strukturen im Zentralbereich von 0.1-1kpc, wobei hier keine Unterschiede bzgl. des "umgebenden" Galaxientyps existieren. Wie erwartet, findet man im Vergleichssample der non-AGNs keinerlei Strukturierung bei den frühen Galaxientypen. Wohingegen bei älteren Typen Strukturen nachgewiesen werden, unabhängig davon, aus welchem Sample die untersuchte Galaxie stammt.

Aus diesen Ergebnissen kann man ableiten, dass alle frühen Typen ein Schwarzes Loch im Zentrum besitzen, aber nur dann, wenn es zur Akkretion im Zentrum kommt, werden die Strukturen ausgebildet. Die SA(rs)c Galaxie NGC 1058 ist ein Mitglied des AGN-Samples, sie gehört zur Gruppe der Sy2-Galaxien, obwohl sie face-on betrachtet wird und eher ein Typ-I erwarten liese. Diese Auffälligkeit ist ein Hinweis darauf, dass die Rolle von Staub und Gas bei späten Typen auch die Erklärung für den beobachteten Sachverhalt liefern könnte. Geht man davon aus, dass auch bei späten Typen ein supermassives SL im Zentrum sitzt, so scheint es auch bei non-AGNs zur Ausbildung von Strukturen zu kommen, da hier eine große Menge an Staub und Gas im Zentrum die aktive Region der vermeintlich nicht-aktiven Galaxie verdeckt, und sie als normale Galaxie erscheinen lässt.

Hypergraph 345/3060, AO7, ST10-XME
L: 110min, hohe Luftfeuchtigkeit, schlechtes Seeing >3"
NGC 1058
Die kontrastverstärkte Inversdarstellung zeigt zwei sehr lichtschwache Spiralarme, deren Ausdehnung die der "inneren" Galaxie übertrifft.
NGC 1058