NGC

71   266   404   672   669   691
828   891   925

1023   1024   1058   1550   1161
1569   1589   1614   1875   1961

2146   2274   2366   2403   2444
2532   2535   2537   2672   2683
2685   2768   2832   2841   2857
2859

3079   3162   3198   3227   3239
3310   3367   3395   3432   3448
3593   3631   3656   3705   3718
3769

NGC 3769 — Arp 280
Ursa Major

Seit 1977 wird in der Extragalaktik die Tully-Fisher Relation benutzt, um aus der 21cm Radiolinienbreite auf die Leuchtkraft von Galaxien schließen zu können. Es handelt sich dabei um eine empirische Relation, die nicht nur Leuchtkraft und Linienbreite, sondern auch die Rotationsgeschwindigkeit und die Gesamtmasse der Galaxie in Verbindung bringt. Damit stellt diese Relation ein mächtiges Instrument der extragalaktischen Entfernungsmessung dar.

Betrachtet man die physikalischen Grundlagen, so stößt man auf den Proportionalitätszusammenhang von Leuchtkraft zur stellaren Masse und zur gesamten baryonischen Masse (M.Milgrom und E.Braun ApJ 1988, S.S.McCaugh AJ 2000). Korreliert man die Summe der stellaren Masse und der Gasmasse mit der Lininebreite, so findet man die "baryonic Tully Fisher relation" (BTF). Seir den letzten zwei Jahren gibt es nun eine Kontroverse bzgl. der Interpretation dieses Sachverhaltes. Aufgrund der Regelmäßigkeit der Korrelation ist eine Hinzunahme von dunkler Materie nicht unbedingt notwendig (McCaugh et al. ApJ 2000), aber mit den gleichen Daten folgern andere Studien, dass mit DM eine Reduzierung der Varianz und somit eine bessere Modellierung möglich ist (D.Pfenniger und Y.Revaz AA 2005).

Bei den aktuellen Daten wird ein Sample von 60 Galaxien benutzt, dass neben prominenten S-Typen wie M33 oder NGC 7331, auch eher unbekannte Mitglieder, wie eben auch NGC 3769, enthält. Die BTF lässt sich mit der optimalen Modellierung formulieren als M = 50 * v^4 , wobei M die Galaxienmasse in Sonnenmassen beschreibt. Die Geschwindigkeit v der Rotation wird aus der 21cm Radiomessung gefolgert. Die Größenordnung der Rotationsgeschwindigkeiten im Sample liegen im Bereich 50..300 km/s, die Massen variieren über 5 Größerordnungen. NGC 3769 liegt im Mittelfeld dieses Samples und ist 1.7 mal schwerer als M33, wiegt aber nur 1/13 im Vergleich zur Masse von NGC 7331.

Hypergraph 350/3060, ST10-XME, AO7
L: 110min, Astronomik IR-Cut Filter, mäßiges Seeing 2.5"..3", schlechte Tranparenz, Hochnebel
Rimbach, 23.03.2006
NGC 3769