NGC

4015   4017   4064   4088   4278
4293    4350   4435   4490   4618
4631    4656

5218   5311   5364   5371   5474
5614   5754   5907   5930   5982

6015   6166   6217   6285   6329
6372   6764   6814   6824   6928
6946

NGC 5364
Virgo

Das vielfältige Erscheinungsbild von Galaxien macht eine automatisierte Klassifizierung schwierig und erlaubt oft nur wenig differenzierte Zuordnungen auf Basis der Bildinformationen. In den letzten Jahren gab es einige Versuche mit eher ungewöhnlichen Methoden wie fuzzy sets, neuronalen Netze oder Korrelationsdimensionen (u.a. Mahonnen und Frantti 2000, Thanki et al. 2000). Bei der Modellierung der inhomogenen Helligkeitsstrukturen in Galaxien benutzten S.Lekshmi und Revathy (AA 2003) fraktale Signaturen, die die Fläche der Graustufen bei verschiedenen Bildauflösungen bewertet. Man erhält eine Aussage, ob die Bildinformationen fraktal verteilt, d.h. selbstähnlich, erscheinen oder nicht. Bei einem linearen Zusammenhang zwischen der Auflösung und dem Flächenmass, d.h. bei einem fraktalen Zusammenhang, findet man die Spiralgalaxien, wohingehend Elliptische Systeme einen starken Einbruch des linearen Plots aufweisen. Die Steigung wird als fraktale Signatur einer Galaxie bezeichnet und man kann damit eine Aussage treffen, ob eine Galaxie nun eher ein E- oder ein S-Typ beschreibt.

Lekshmi et al. benutzten ein Sample von 113 Galaxien für Ihre Untersuchungen, u.a. fand sich darin auch NGC 5364, einer eher unbekannte Spiralgalaxie in der Jungfrau. Und die fraktale Signatur dieser Galaxie bestätigt auch den ästhetischen visuellen Eindruck einer SA-Galaxie.

Modifiziertes C11 f/7.3, ST10-XME AO7
L: 192min, R:40min, G:40min, B:50min, wg. Dunst reduzierte Transparenz
NGC  5364