M

 1    27   57   76


NGC

40    1514   2392   6543   6826
7009   7026   7027   7662

M 1
Krebsnebel — Taurus

Hypergraph 345/3060, ST10-XME AO7 L: 66min (IRCut Filter), R:40min,G:30min,B:50min Rimbach, 26./28.1.2006, schlechtes Seeing >3,5", Windböen
M 1

Bei der nachfolgenden Aufnahme wurden die Farbdaten und die Luminanz aus zwei Aufnahmen zusammengeführt. Die RGB Information stammt aus einer VC200L/MX7C Aufnahme, die Luminanz aus einer M703/SXV-H9 Aufnahme. Man muss bedenken, dass der Krebsnebel zum Zeitpunkt der Aufnahme eine Höhe von nur 30° hatte, da die Berliner Beobachtungsmöglichkeiten keine Aufnahmen zur Kulmination erlauben.

Komposit L: M703 f/10.8 + C11 f/6 H-Alpha, SXV-H9 6*5min, RGB: VC200L f/9, MX7C 4*10min + R: C11 f/6 H-Alpha
M 1


Komposit L: M703 f/10.8 + C11 f/6 H-Alpha, SXV-H9 6*5min, RGB: VC200L f/9, MX7C 4*10min + R: C11 f/6 H-Alpha
M 1

Die nächste Aufnahme zeigt M1 im linear polarisierten Licht. Als Polarisationshauptachse wurde die Bildsenkrechte (Deklinationsachse) bei der ersten Serie gewählt - hier entstand ein Komposit aus 10*5min. Der Polfilter wurde dann um 90° gedreht und es wurde ein zweites Komposit erstellt. Beide Aufnahmen wurden dann als roter bzw. grüner Farbkanal benutzt. Der blaue Farbkanal ist eine Mittelung der beiden Pol-komposits. Die Luminanz stammt von der M703 Aufnahme. Das polarisierte Licht des Krebsnebels stammt von der Synchrotronstrahlung des heissen Elektronengases. Relativistische Elektronen erzeugen auf ihren Bahnen in den Magnetfelders im Innenbereich des Nebel polarisierte Strahlung. In visuellen Aufnahmen sieht man dies als ein diffuses blaues Leuchten.

Komposit L: C11 f/6, SXV-H9 20*5min, R: Polarisation 0°, C11 f/6, SXV-H9 10*5min , G: Polarisation 90°, C11 f/6, SXV-H9 10*5min, B: Mittelung G+R
M 1

Leider bringt der Polfilter einen leichte Verzeichnung mit, da er wohl nur für den visuellen einsatz gedacht ist. Dennoch sieht man, dass Polarisationsaufnahmen eine zusätzliche Informationsquelle liefern. Der Unterschied der beiden Polarisationsebenen wird im direkten Differenzenbild noch deutlicher. Hierzu habe ich eine Falschfarbendarstellung benutzt. Orange bzw. blau beschreiben das Maximum bzw. das Minimum dieser differenz.

Komposit L: C11 f/6, SXV-H9 20*5min, RGB: Falschfarbendarstellung Differenz Polarisation 0° - 90° , C11 f/6, SXV-H9 je 10*5min
M 1

Die nachfolgende Polarisationsaufnahme von David Malin enstand nach einem anderen Verfahren. Er hat aus 4 Aufnahmen (0°,45°,90°,135°) drei Differenzbilder (bezogen auf 0°) erstellt und als Farbkanäle benutzt. Das Bildformat ist im Vergleich zu den obigen Aufnahmen um 180° gedreht. Um besser vergleichen zu können, habe ich meine Farbwahl(orange/blau) der des Malins Bildes angeglichen.

M 1

Mehr zu diesem spannenden SNR gibt u.a. bei den nachfolgenden Links. Dort findet sich auch eine Animation des inneren Aufbaus, wie etwa der Jets, die im Bild mit den orangefarbenen Emissionsgebieten korreliert sind.

http://www.seds.org/messier/more/m001_palo.html#m1_crab_pol
http://www.seds.org/messier/more/m001_h2.html